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Auszüge aus dem Vortrag von PD Dr. Volker Rühle, 29. Mai 2010


Zeit der Geschichte und Zeit des Gerichts. Zur Konstitution schöpferischer Erfahrung im Werk Kafkas


„Nur unser Zeitbegriff läßt uns das Jüngste Gericht so nennen,

 in Wahrheit ist es ein Standrecht.“ (Franz Kafka)


Die ungebrochene Faszination und Beunruhigung, die von Kafkas Werk nach wie vor ausgeht, dürfte nicht zuletzt in der merkwürdigen Tatsache liegen, dass es sich einerseits jeder Deutung, die es provoziert, in geradezu mystische Tiefen entzieht und sich andererseits zugleich als Spiegelbild für Erfahrungen von geradezu brennender Aktualität anbietet. Dass dies vor allem krisenhafte Erfahrungen sind, lässt sich schon daran ablesen, daß der Begriff kafkaesk - kafkárna Eingang in unseren alltäglichen Wortschatz gefunden hat.

Es lag daher nahe, dass sich Kafkas Werk in Mittel- und Osteuropa als realitätsnahe Darstellung der bürokratisierten Staatssozialismen anbot. Vor diesem Hintergrund geht Milan Kundera davon aus, dass das Kafkaeske in einer Darstellung von Machtmechanismen bestehe, die uns aber auch aus anderen Kontexten der modernen Lebenserfahrung vertraut sind: „die fortschreitende Konzentration einer sich selbst vergottenden Macht, die Bürokratisierung der gesellschaftlichen Aktivität, welche alle Institutionen in unabsehbare Labyrinthe verwandelt, und schließlich, als Folge davon, die Entpersönlichung des Individuums.“

Diese Deutung ist ebenso geläufig wie problematisch. Denn indem sie Kafkas Dichtung als Darstellung einer Erfahrung begreift, die wir mit ihr teilen, nimmt sie ihr von vornherein den Stachel jener Fremdheit, die sich an uns wendet und unseren Erfahrungshorizont in Frage stellt.[...]

Doch genau diese Distanz, die uns erlaubt, uns zu unserer Außen- und Innenwelt in ein Verhältnis distanzierter Beobachtung zu setzen, ist Kafka immer wieder abhanden gekommen. So versucht er sich etwa in einem Tagebucheintrag eines „vollständigen Zusammenbruches“ zu vergewissern, dessen vernichtende Wirkung noch andauert, so dass der Eintrag distanzlos aus der Vernichtung gleichsam aufsteigt. „Man kann es“, notiert er, „auf zweierlei Arten auffassen ... Erstens: Zusammenbruch, Unmöglichkeit, zu schlafen, Unmöglichkeit, zu wachen, Unmöglichkeit, das Leben, genauer die Aufeinanderfolge des Lebens zu ertragen. Die Uhren stimmen nicht überein, die innere jagt in einer teuflischen oder dämonischen oder jedenfalls unmenschlichen Art, die äußere geht stockend ihren gewöhnlichen Gang. Was kann anderes geschehen, als daß sich die zwei verschiedenen Welten trennen, und sie trennen sich oder reißen zumindest auseinander in einer fürchterlichen Art. … Zweitens: Dieses Jagen nimmt die Richtung aus der Menschheit. Die Einsamkeit, die mir zum größten Teil seit jeher aufgezwungen war, … wird jetzt ganz unzweideutig und geht auf das Äußerste. Wohin führt sie? Sie kann, dies scheint am zwingensten, zum Irrsinn führen, …, die Jagd geht durch mich und zerreißt mich. Oder aber ich kann …, sei es auch nur zum winzigsten Teil, mich aufrechterhalten, lasse mich also von der Jagd tragen. Wohin komme ich dann? ´Jagd´ ist ja nur ein Bild, ich kann auch sagen, ´Ansturm gegen die letzte irdische Grenze´, und zwar Ansturm von unten, von den Menschen her, und kann, da auch dies nur ein Bild ist, es ersetzen durch das Bild des Ansturmes von oben, zu mir herab. Diese ganze Literatur ist Ansturm gegen die Grenze...“ [...]

Die hier festgehaltene nihilistische Erfahrung führt uns an eine Grenze, an der sich der „gewöhnliche Gang“ des menschlichen Lebens, seine zeitliche Kontinuität und Folgerichtigkeit auflöst und „einer unmenschlichen“, unerbittlich auflösenden Kraft der Zeit Raum gibt. Doch ehe wir uns am Bild einer Grenze und ihrer Unterscheidung und Zuordnung beider Zeitdimensionen festhalten können, löst sich diese Grenze in der Eigendynamik des Schreibens sogleich wieder auf und läßt Realität und Bilder der dargestellten Erfahrung ununterscheidbar ineinander überfließen.[...]

Man könnte diese Erfahrung der Innenwelt eines Autors zuschreiben, der von sich selbst sagt, dass er „ganz Literatur“ geworden sei und von hier aus unablässig gegen die Grenzen seiner – wie er es empfindet – Lebensuntüchtigkeit und „Eigensucht“ anrennt. [...]

Diese im Text wirksame Not, welche die überwältigende Realität einer Erschütterung und die Bilder, in denen sie sich Ausdruck sucht, ineinander übergehen lässt und wieder auseinander reisst, stellt aber genau die Distanz zwischen Literatur und Realität in Frage, die wir für unsere Beobachterperspektive in Anspruch nehmen.[...]

Damit richtet Kafkas Text seinen Blick seinerseits auf uns: Ist unsere Unterscheidung zwischen Innen- und Außenwelt, zwischen der Realität als faktischer Gegebenheit und den Bildern, die wir uns von ihr machen, ihrerseits real oder ist sie nicht auch nur ein Bild: eine Unterscheidung und Zuordnung, die wir im Laufe unseres Lebens unablässig korrigieren müssen? [...]

Bei diesem Licht gelesen, das nun eine Zeitdimension erfasst, die auch für uns immer knapper und drängender wird, kehrt sich die geläufige Verhältnisbestimmung zwischen einer gegebenen Realität und ihrer literarischen Beschreibung um.[...] Und doch ist diese Kontinuität andererseits auch wieder die unerlässliche Bedingung dafür, eine Lebensform ausbilden und sich zu sich selbst und zu anderen Lebensformen in eine Beziehung setzen zu können, die den Namen „Erfahrung“ verdient: „Denn ohne einen Mittelpunkt zu haben“, heißt es an anderer Stelle im Tagebuch, „ohne einen Beruf, eine Liebe, eine Familie, eine Rente zu haben d.h. ohne sich im Großen gegenüber der Welt versuchsweise natürlich nur zu halten ohne sie also durch einen großen Komplex an Besitztümern gewissermaßen zu verblüffen kann man sich vor augenblicklich zerstörenden Verlusten nicht bewahren.“

 

Was ist hier Realität und was Konstruktion? Einen „Mittelpunkt“ zu haben ist Kafkas Bild für eine „sich irgendwie bewährende Lebensführung“: eine gesellschaftliche Existenz, die durch einen bestimmten Aktions- und Erfahrungsradius definiert ist, der sie im Gefüge der Gesellschaft lokalisiert. Das Gegenbild dieser gesellschaftlichen Existenz ist für Kafka der „Junggeselle“, der ohne festen Lebensmittelpunkt „nur soviel Boden (hat) als seine zwei Füße brauchen, nur soviel Halt als seine zwei Hände bedecken.“ [...] Die Erfahrung des Kafkaschen „Junggesellen“ zwingt uns daher auch, uns von der Vorstellung zu verabschieden, die uns die Vergangenheit als eine „hinter uns“ liegende, abgeschlossene Gegebenheit präsentiert und die Zukunft als offenen Projektionsraum unserer Erwartungen. Auch dieses Bild der Zeit ist nur eine räumliche Konstruktion, die uns ein geordnetes und kalkulierbares Fortschreiten suggeriert: eine verfügbare Zeit, die wir in Geschichtsbüchern abrufen und aus vergangenen Texten herbeizitieren, die wir planen und auf die wir jederzeit als auf eine feststellbare Gegebenheit zurückkommen können.[...] Von hier aus betrachtet entspricht die Erfahrung, die Kafka in der Figur des „Junggesellen“ verdichtet, durchaus nicht dem Bild eines weltfremden Außenseiters, das seine eigenen Selbstvorwürfe gelegentlich zeichnen. Sie bringt vielmehr jenes Operieren des Ganzen unermeßlicher Veränderung in jedem Augenblick zum Ausdruck, das sich keineswegs irgendwo außerhalb oder an den Rändern unserer historisch konsolidierten Erfahrungshorizonte abspielt: „dieser Kreis“, so Kafka, gehört uns ja, gehört uns aber nur solange wir ihn halten, „rücken wir aber nur einmal zur Seite, in irgend einer Selbstvergessenheit, in einer Zerstreuung einem Schrecken, einem Erstaunen, einer Ermüdung, schon haben wir ihn in den Raum hinein verloren …“ [...]

 

Aber die Einsamkeit des Junggesellen, in die diese Flucht führt, käme, wie Kafka erkennen muss, ihrerseits über die Selbstbezüglichkeit und Selbstgefälligkeit des gesellschaftlichen Außenseiters nicht hinaus, die dann auch nichts anderes wäre, als eine Rolle, die ihren Erfahrungshorizont durch Abgrenzung definiert.[...]

Aber in der Zeit – und hinter diese fundamentale Erfahrung des Kafkaschen Junggesellen können wir jetzt nicht mehr zurück – in der Zeit müssen wir davon ausgehen, daß sich Einsamkeit und Gemeinschaft keineswegs ausschließen, sondern einander wechselseitig implizieren: die Selbstbezüglichkeit des Individuums ist nur möglich durch Abgrenzung und d.h. im Zusammenhang anderer Individuen – und deren Gemeinschaft wäre nur eine lose Ansammlung unterschiedlicher Kreise, die sich gelegentlich berühren und überschneiden, bestünde sie nicht aus Individuen, die in der Lage sind aus ihrem Kreis herauszutreten, um sich und einander in ihrer Begrenztheit zu erkennen. Erst im Licht dieser wechselseitigen Durchdringung von Innen- und Außenwelt, individueller und geschichtlicher Zeit, gewinnt Kafkas Konflikt zwischen den Anforderungen beider Spannungspole seine Dramatik. Und dabei geht es um weit mehr als um ein bloßes Schwanken zwischen den Ansprüchen der Literatur und den Anforderungen einer gesellschaftlichen Existenz. […] Jeder Kreis, den wir als gesellschaftliche Wesen um uns ziehen, jeder Perspektivwinkel, der den Horizont unserer Erfahrung bezeichnet, ist nicht nur das Maß dessen, was uns von der Wirklichkeit bewußt wird, sondern auch davon, was wir übersehen, vergessen oder verdrängen. In jedem Begriff von Geschichte ist die Masse desjenigen, was vergessen wurde, unermeßlich größer als die Menge der erinnerten Fakten. Deshalb wird jede noch so akribische Rekonstruktion der Vergangenheit niemals darüber hinaus gelangen, Konstruktion zu sein. […] Und bei kleinen Anlässen, „in irgend einer Selbstvergessenheit, in einer Zerstreuung einem Schrecken, einem Erstaunen, einer Ermüdung“ kann es geschehen, daß eine vergessene Vergangenheit mit voller Wucht den Kreis unserer Erfahrung durchbricht und uns mit Einsichten konfrontiert, die ihren gesamten Horizont radikal in Frage stellen. Deshalb das umständliche und fast verzweifelte Bemühungen um Genauigkeit, das die Rede von Kafkas Figuren oder auch seiner Tagebuchnotate bestimmt: „Denn endgiltig durch Aufschreiben fixiert, dürfte eine Selbsterkenntnis nur dann werden, wenn dies in größter Vollständigkeit bis in alle nebensächlichen Konsequenzen hinein sowie mit gänzlicher Wahrhaftigkeit geschehen könnte.“ Aber eben das ist unmöglich. […] Alles in Kafkas Werk mahnt deshalb, wie es in der Erzählung Der Heizer heißt, „zur Eile, zur Deutlichkeit, zu ganz genauer Darstellung.“ Aber niemals reicht die Zeit aus, alles zu sagen, was zu sagen wäre.[...] Was in der Zeit des Schreibprozesses drängt, ist vielmehr die unerschöpfliche Menge all des Vergessenen, Verdrängten und Ungesagten, das zu den Formationsbedingungen der bewussten Erfahrung gehört und nicht aufhört, in ihren Tiefenschichten darauf zu bestehen, nicht vergessen zu werden: „Ich bin ein lebendig gewordenes Gedächtnis“, notiert sich Kafka in sein Tagebuch, „daher auch die Schlaflosigkeit.“ […] Wenn also Milan Kundera in Kafkas Werk die Bürokratisierung und Mechanisierung der modernen Lebensverhältnisse dargestellt sieht, so können wir dem nun einen Blick auf die andere oder besser gesagt, die Unterseite dieser Mechanisierung, Bürokratisierung hinzufügen: Jener Staub und Schmutz in den Amtsstuben und Gerichtsgebäuden von Kafkas Welt, das Ungeziefer, daß sich in ihren Fluren und unter seinen Treppen ausbreitet, die unübersehbaren Dysfunktionen der Gerichtsbürokratien, all dies ist nichts anderes als die heimliche Wirksamkeit der Zeit in ihren Mechanismen, welche die Sprache der Beamten, Advokaten und Richter beständig aushöhlt und widerlegt. So gesehen ist auch die Vorstellung einer bürokratisierten oder – mit einem heutigen Ausdruck – einer globalisierten Welt im Grunde nur ein Bild, das sich ebensogut ersetzen ließe durch das Bild der Auflösung von Traditionen, Lebensformen und Erfahrungshorizonten und der immer greifbareren Fehlfunktionen der Bürokratien und Machtmechanismen, deren historische Grundlage sich zunehmend als brüchig erweist. [...]

Zwar ist von Geschichte in Kafkas Werk kaum die Rede. Die Katastrophe des ersten Weltkriegs hat selbst in seinen Tagebüchern nur einige flüchtige Spuren hinterlassen. Und doch ist dieses Werk geradezu gesättigt mit den Erfahrungen und Ahnungen der destruktiven Kräfte, welche diese Katastrophe freigesetzt hat.[...] Die Wortgebilde, mit denen wir geschichtliche Ereignisse aus einer Beobachterperspektive beschreiben, dienen im Grunde dazu, sie uns vom Leib zu halten. In der Schrumpfform der Information lassen sich auch geschichtliche Katastrophen noch unserem Vorstellungshorizont eingliedern, ohne die Mechanismen der Selbstbehauptung zu durchbrechen und unsere Rolle als Beobachter in Frage zu stellen.

Bei diesem Licht betrachtet, kehren sich uns die geläufigen Zuordnungen von Realität und Literatur, von journalistischer Dokumentation und literarischer Fiktion erneut unversehens um: Literatur – wenn sie denn die Konsequenz einer äußersten Vorbehaltlosigkeit erreicht und bis zum Bodensatz unserer Erfahrungen vordringt: zu jenem Staub, Schmutz und dem Ungeziefer, welche die Zeit in ihnen angehäuft hat – Literatur also, welche sich in diese Regionen des Vergessenen vorarbeitet, wird unversehens die Erfahrung einer anderen Zeit und der Notwendigkeit ihres Verlaufes machen: die Erfahrung einer nicht mehr messbaren, unvorhersehbaren Zeit, welche die alltäglichen Mechanismen des Erinnerns und Vergessens, unter denen sich Geschichte als Tradition formiert, außer Kraft setzt. Unversehens zeigt sich dabei am Grund all der Erschütterungen und Ängste, die Kafkas Schreiben heimsuchen, ein flüchtiger Hoffnungsschimmer. […] Indem er sich dieser Angst und Zerrüttung rückhaltslos aussetzt, macht er die Erfahrung, daß die Auflösung einer Selbst- und Weltkonstruktion keineswegs nur auf eine vernichtende Kraft der Zeit verweist, sondern immer auch eine Verwandlung ist, die unverlierbar eine Logik und die Keime von Erinnerung und Sprache einschließt: In allem, was uns begegnet, gibt es etwas, was uns verneint und den Gesichtspunkt unserer Selbstbezüglichkeit widerlegt. Aber gerade deshalb gibt es darin auch etwas Logisches: einen Anspruch, der sich an unsere Erfahrung wendet und danach verlangt, in eine neue, uns noch unbekannte, aber jederzeit mögliche Sprache übersetzt zu werden.[...]

Der Trost und die Hoffnung, die im Schreiben liegen, sind jedoch von dem „Gefühl fast zerreißenden Unglücklichseins“ nicht zu trennen […] Hoffnung gibt es bei Kafka nur für die Hoffnungslosen. Das heißt nicht, daß es keine Hoffnung gibt. Sie liegt aber keinesfalls in der Fluchtlinie unserer Erwartungen, dass es kontinuierlich und bruchlos so weitergehen möge.[...]

 

Kafkas Werk verlangt deshalb der Lektüre keine geringere Rückhaltlosigkeit der Selbsterkenntnis ab, als die, unter der es selbst zustande kam. Und in dem Maße, wie wir diesem Anspruch stattgeben, zeichnet sich in seinem undurchdringlichen Bodensatz aus Schmutz, Ungeziefer und Hoffnungslosigkeit jener schöpferische Anspruch ab, der die Mechanismen der Selbstbehauptung, der Bürokratisierungen und Normierungen unserer Erfahrung oberhalb dieses Bodensatzes außer Kraft setzt. Es ist der Doppelsinn des Wortes „Prozeß“, der uns daran hindert, uns der Hoffnung, die in Kafkas Schreiben liegt, zu bemächtigen, um sie in den Dienst unserer Lebens- und Geschichtskonstruktionen zu stellen. Aber gerade weil uns Kafka jede Möglichkeit abschneidet, in seiner Schrift auch nur die Spur einer Bestätigung unserer Erfahrungen zu finden, wird in der Dunkelheit seiner Schriften bei genauem Hinsehen jener Glanz erkennbar, von dem es im Process-Roman heißt, daß er „unverlöschlich aus der Türe des Gesetzes bricht.“

  

 

 

 

 

Zitiert aus: Steffen Höhne, Kafka und die Dissidenz. Ein Mitteleuropa-Diskurs, in:
brücken. Germanistisches Jahrbuch 2007, S. 21-40

Franz Kafka (Tagebücher und Drucke zu Lebzeiten, nach der Kritischen
Ausgabe - hrsg. v. J. Born, G. Neumann, M. Pasley und Jost Schillermeit)
Frankfurt/M. 2002

 

© Text: Volker Rühle

Fotos: priv.; Jüdisches Museum Prag (Felix Weltsch und Franz Kafka) 

 



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